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Frauen in Führung – auch damals schon

Stadt der Frauen – eine Learning Journey

Immer mehr Frauen kommen in Deutschland in Führung. Doch weibliche Vorbilder und Identifikationsfiguren sind nach wie vor wenig bekannt.
Wussten Sie, dass es für Frauen in Führung grosse Role-Models in der deutschen Geschichte gibt? Was hieß es zum Beispiel

  • als junge Osmanin und erste Kaiserin Deutschland nachhaltig zu prägen?
  • im Mittelalter als erste Frau in Deutschland zu schriftstellern?
  • Kultursponsoring für ein Frauenstift erfolgreich zu ‘handlen’?

Titelfoto Flyer 60Theophanu, Roswitha und Ernestine  – es gibt einen Ort, an dem sich die Wege  dieser drei Frauen kreuzen: Gandersheim
Fast 1000 Jahre waren Frauen in dieser heute noch malerischen Kleinstadt in Führung.

Wollen Sie die Learnings fürs 21. Jahrhundert mitnehmen?
Dann kommen Sie mit auf die erste Entdeckungsreise für Frauen in Führung. Verbinden Sie Lernen mit Austausch und Genuss.

Anmeldung

Petra Sorge dos Santos
Business-Coach, Frauen international in Führung

Review in Pictures: Economic Meeting GER – BR 2014

#GBEM14 Encontro Econômico Brasil-Alemanha 2014/Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage 2014
Hamburg, Foto – Gallery

Hamburg empfing Brasilien ganz maritim

Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage vom 31.8.-2.9.2014

Zum 32.Mal trafen sich Vertreter aus Wirtschaft und Politik zur Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.  Diesmal war Hamburg der Gastgeber. Unternehmer, Verbandsvertreter und Politiker aus Brasilien und Deutschland kamen zum zweiten Mal nach 2002 in die Hansestadt. Und die ließ ihre maritime Stärke spielen:

Brazil-Germany in Hamburg

  • mit einem riesigen Willkommensgruß am zentralen Dock 10 im Hamburger Hafen
  • mit einem Senatsempfan in der traditionellen Fischauktionshalle
  • mit Veranstaltungen zum maritimen Cluster
  • und last but not least ging’s per Schiff zur Betriebsbesichtigung

Hamburg ist Ausgangspunkt deutsch-brasilianischer Wirtschaft

In seiner Eröffnungsrede ließ Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz nicht unerwähnt, daß 560 Hamburger Firmen mit Brasilien Wirtschaftsbeziehungen pflegen, davon sogar 144 mit eigener Vertretung vor Ort.
Die Delegation aus Brasilien war mit 250 Besuchern vielfältig besetzt. Zum ersten Mal in der Geschichte der von den Industrieverbänden BDI und CNI gemeinsam organisierten Veranstaltung war ein brasilianischer Wirtschaftsminister in Deutschland anwesend. Ministro Mauro Borges Lemos sprach über den sozialpolitischen Fortschritt des kontinentalen Brasilien. Damit machte der Staatsminister für Entwicklung, Industrie und Aussenhandel einerseits Grenzen deutlich und zeigte zugleich Chancen für die deutsche Wirtschaft auf. Angesichts der exponentiell gewachsenen Mittelschicht gibt es Nachholbedarf nicht nur bei Transport und Logistik – Themen, die auf Wirtschaftstreffen seit Jahren mit Fokus auf die Großveranstaltungen WM und Olympiade diskutiert wurden. Brasilien möchte am deutschen Know-How auch in den Bereichen Energie, Bildung und Gesundheit partizipieren.

Auch Hindernisse kamen zur Sprache

Auf den Podien am Montag wurden die meisten dieser Bereiche explizit debattiert. Auch Hindernisse im Ausbau der deutsch-brasilianischen Beziehungen flackerten immer wieder auf. Ob das die Einfuhrzölle in Brasilien, die Protektion der deutschen Landwirtschaft, der Stau im Freihandelsabkommen zwischen Mercosul und EU oder auch das fehlende Doppelbesteurungsabkommen waren. Letzteres war 2005 von Deutschland gekündigt worden. Auf den Podien wurde die eigene Bereitschaft betont wie auch die fehlende Beweglichkeit der anderen Seite öfter angemahnt. Und gefragt, warum Deutschland sich nicht an ähnlichen Abkommen wie mit Russland und China, ebenfalls Teil der BRICS, orientiere.

Vertiefung der Beziehungen

Ausserhalb der Podien wurde die gerade erschienene Studie “Brazil and Germany – A 21st-century Relationship” vorgestellt, eine Zusammenarbeit der Bertelsmann-Stiftung mit der renommierten FGV, der Fundação Getulio Vargas.
Der erste Konferenztag endete für insgesamt 600 Teilnehmer mit einem Senatsempfang in der elegant dekorierten Fischauktionshalle. Nach musikalischem Empfang durch den Hamburger Frauenchor “Inseldeerns” und Einführung von  Bodo Liesenfeld vom Lateinamerikaverein, drohten die weitsichtigen Grußworte  der EULAC-Präsidentin Ferrero Waldner im angeregten deutsch-brasilianischen Bate-Papo / Klönschnack  etwas unterzugehen. Das ausgezeichnete Abendessen wurde mit brasilianischen Rhythmen von Suely Lauar und Band untermalt. Wie Kommentaren zu entnehmen war, konnten in dieser gelungenen Atmosphäre wichtige Kontakte geknüpft wie auch vertieft werden.

Hamburg-Tag ein Erfolg

Der folgende “Hamburg-Tag” unter Federführung der Hamburger Witschaftsbehörde -in Kooperation mit Wirtschaftsförderung HWF- stand im Zeichen des Austauschs. Die Foren brachten Praxisvertreter beider Länder zu Präsentation und Publikumsfragen zusammen. Die zu den Forenthemen (Hafen und Logistik, Handel, Industrie und Konsumgüter sowie Erneuerbare Energien) angebotenen Besichtigungstouren im Anschluß waren ausgebucht.
night bom dia moin

Was fehlte

Abschließend noch die Betonung einiger ForenBeiträge, die mehr Fokus fordern

  • Dynamik und Schnelligkeit der gesellschaftlichen Entwicklung
    80% der Brasilianer leben heute in Städten, 20% auf dem Land
    ein Verhältnis, das sich in nur 35 Jahren  genau umgekehrt hat
  • Bildung und Talentförderung
  • Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Alltag

In all diesen Bereichen gibt es brasilianische Projekte, die in Deutschland weitgehend unbekannt sind, aber bei Kooperationsplanung Aufmerksamkeit und Einbeziehung verdienen.

Den Common Ground weiter ausbauen

Alles in allem haben sich Vertreter einer sehr entwickelten deutschen Wirtschaft mit Vertretern einer sich sehr schnell entwickelnden und dynamischen brasilianischen Wirtschaft getroffen. Je intensiver sie den “common ground process” fortführen, desto stabiler und geeigneter werden die Beziehungen Brasilien-Deutschland fürs 21.Jahrhundert. Sagt auch die oben zitierte Studie.

Petra Sorge dos Santos

Das Wohnzimmer draußen

Mein Globaler Alltag 6

Petra Sorge dos Santos

Spanische Treppe sqKürzlich war ich in der Stadt, in der modernes Design und uralte Ruinen profitabel zusammen gehen. Im ewigen Rom.
Keine Frage, ihre Einwohner wissen zu leben. Morgens ein Espresso an der Bar, regelmäßiger Einkauf auf den frisch gefüllten Märkten im Stadtteil, mittags wird noch zuhause gekocht, abends Pizza und Pasta von der Pizzeria um die Ecke. Dann beginnt das Nachtleben, das heißt Nachbarn und Freunde treffen in der Bar, im Restaurant oder später auch im Club. Ob laue Frühlings- oder heiße Sommernächte, die Straßen sind voll.
Damit soll bald Schluss sein. Roms Bürgermeister verhängte jüngst ein nach Stunden gestaffeltes Ausschankverbot für Alkohol. Erst die Spirituosen, dann den Wein und auch das Bier. Es scheint, als wolle er die Römer zurück ins Wohnzimmer bringen. Ans heimische TV.

Wohnzimmer WM kBei der Rückkehr nach Hamburg empfängt mich das Gegenteil. Kaum ein Restaurant, das nicht seine Gastronomie bis auf den Gehweg erweitert hätte. Und passend zur Saison darf auch der Breitbandfernseher nicht fehlen. Public Viewing in den Arenen,  im Stadtteil, und sogar im Lieblingsrestaurant gibt es 2014 große Leinwände.
Und die Hamburger kommen. Aus aller Welt, drücken die Daumen für „Unsere Jungens“ wie auch für viele andere. Die WM ist ein kulturelles Event geworden, zu dem sich Jung und Alt, Männer wie Frauen treffen. Während immer mehr ihr Wohnzimmer nach draußen verlegen, kann ich den Spielstand drinnen akustisch verfolgen.

Heißt Globalisierung also, dass italienisches Leben künftig reglementierter und individualisierter verläuft? Und sich unser Leben in Deutschland, dem Land mit Expertise in Individualismus, künftig kollektiver gestaltet? Mit spontanem Austausch und Suche nach Gemeinsamkeiten? Könnte sein.

Mehr über kulturelle Identität und globale Kommunikation bei CL!C. Stay tuned.

Keine Kofferträger

Mein Globaler Alltag 4 – Kolumne
Petra Sorge dos Santos


Eben noch Franzbrötchen kaufen – eine Hamburger Spezialität, die auf die Zeit der napoleonischen Besatzung verweist – dann auf zu meinem Zug im Hauptbahnhof.
An der Treppe hört mein Ohr weiche brasilianische Worte, und im Umdrehen sehe ich zwei Herren mit Riesenkoffern. Touristen aus Brasilien, die jetzt immer öfter unsere schöne Hansestadt besuchen.

Koffer tragen femSie suchen die Rolltreppe, um mit ihren Koffern zum Bahnsteig hinunter zu kommen. Doch weit und breit findet sich nur eine einzige Fahrtreppe, und die führt aufwärts. „Keine Chance auf dieser Seite” der Bahnhofshalle, erklär ich ihnen, einen Elevador, den Fahrstuhl gebe es lediglich auf der anderen Hallenseite.
Anders als in Brasilien, wo angesichts dieses Bedarfs schnell eine informelle Dienstleistung entstehen würde, findet sich auch kein Gepäckträger. In Hamburg muss man diesen Tage vorher bestellen – was aber nur wenige wissen.
Die beiden Herren, vermutlich von kleinauf an fremde Kofferträger gewöhnt, sind zwar erfreut über mein Portugiesisch, verharren aber dennoch unentschlossen.
Ich ermuntere sie, es zu machen wie die Deutschen in unserem nicht von Service verwöhntem Land. „Selbst ist der Mann“ und wünsche eine gute Fahrt. Boa viagem!


Mehr über Status und Individualismus sowie generell Kulturstandards in Brasilien und Deutschland hier bei CL!C. Stay tuned.