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Global Player

Mein Globaler Alltag 7 – Kolumne
Petra Sorge dos Santos

Von den Besten lernen“ – das ist lange schon die Richtschnur in meiner Branche, dem Coaching und Training. Doch wer sind die besten, wenn es um die Fähigkeit, mit Menschen aus aller Welt erfolgreich zu kommunizieren, wenn es um Globale Kompetenz geht?

Klassische Orte, um globale Experten zu treffen, zu erleben und kennenzulernen, sind sicherlich Konferenzen und Fachmessen. Auch ich bin dort regelmäßig. Gemäß meiner Profession sind es Personalmessen, weltweite Industrie- und Computermessen, Ländertagungen oder internationale Konferenzen. Regelmäßige Hörer/LeserInnen kennen den einen oder anderen meiner Berichte…

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WOMEX Rotterdam 2001

Doch meine Vorbilder für Globale Kompetenz, die habe ich in einem anderen Genre gefunden. Und zwar als ich zusammen mit rund 2000 Menschen aus über fünfzig Ländern die WOMEX besuchte. Aussteller, Musiker, Fachbesucher und Journalisten trafen sich bei der Worldmusic Exposition. Das war 2001 in Rotterdam.
Die Luft schwirrte mit mehr als zwanzig Sprachen, aus jeder Ecke klang ein anderer Musikstil – Reggae aus dem Südindischen Ozean, Rumba aus dem Congo, oder Ska aus Cuba. Diversity, die einem fast den Atem verschlug. Doch erstaunlicherweise wurde nicht gefremdelt. Gehalten wurde das Ganze
von einem Wir, einer gemeinsamen Identität. Und das war das Beeindruckende: ohne dass jemand sie verordnet, angekündigt oder beschworen hätte, war sie einfach da, die WOMEX-Identität.

Egal, ob ich eine kapverdische Sängerin aus Lissabon, Messe-Veranstalter aus Recife oder einen Kora-Spieler aus Mali getroffen habe, die Gespräche lebten von Offenheit, Neugier und etwas, was in Deutschland auch heute noch neu ist, Connectivity. Der Fähigkeit, das Gemeinsame zu suchen und zu finden. Dank einer großartigen Flexibilität bei Organisationsteam und Künstlern gelang es mir, zusätzliche Interviews spontan zu führen. Beides, connectivity wie Flexibilität sind Skills, die die globale Kommunikation extrem erleichtern. Diese Teilnehmer mussten darin nicht erst trainiert werden. Die universelle Sprache der Musik machte es möglich.
Wenn ich also heute an die Besten denke, an Menschen, die global denken und handeln, an die Avantgarde einer kulturübergreifenden Community, dann sind es die WeltMusiker und ihre Unterstützer. Wahre Global Player für eine Veränderung, die wir alle brauchen.
Mein Tipp: Halten Sie Ihre Ohren offen.

Mehr über globale Identität und kulturübergreifende Kommunikation bei CL!C. Mehr Global sounds bei Radio Triangula. Stay tuned.

Mesa Redonda – Estratégias como conquistar o desconhecido

MR 1411Para facilitar o nosso entendimento global

O português é a 6ª língua mais falada do mundo; desde o Brasil, passando por Angola e até Macau, em quatro continentes.
Na cidade hanseática de Hamburgo o português é falado quase exclusivamente nos círculos próprios. Uma vez que o CL!C costuma reunir pessoas de diferentes culturas, Petra Sorge dos Santos criou há quatro anos a Mesa Redonda com suas reflexões interculturais.

Reflexões Interculturais – sempre na 2a quarta

Em tempos de globalização, a CL!C promove troca e reflexão. A Mesa Redonda reúne aqueles e aquelas que falam e trabalham com o português. A troca tem o seu foco tanto na experiência comum como nas maneiras e nos significados diferentes.

Foco em novembro:
Conquistando o desconhecido – estratégias

12.11.14 Mesa Redonda das 19 ás 21hs
Taxa de participação:   €12
CVJM Bistro
An der Alster 40, 20099 Hamburg
inscrição via info@clic-interculture.com

 

Global Skills: Hartnäckigkeit

Mein Globaler Alltag 5 – Kolumne

Petra Sorge dos Santos


Es hat lange gedauert, doch inzwischen ist interkulturelle Kompetenz fast in aller Munde. Immer mehr Unternehmen bereiten ihre Mitarbeiter auf die Kooperation mit einzelnen Ländern vor. Aber die Wirtschaft agiert mehr als bilateral und globalisiert sich rasant.
Was ist eigentlich mit Global Skills?

Eine davon ist mir neulich auf ganz anderem Terrain begegnet. Als ich nämlich am Workshop “Capoeira dá Insistencia” teilnahm. Zu deutsch: Capoeira gibt – Insistencia? Insistence? Hartnäckigkeit! Doch was genau hat Capoeira, diese brasilianische Kampfkunst, mit Hartnäckigkeit zu tun?

Wie immer öfter in solchen Fällen bemühte ich nicht Wikipedia, sondern aktivierte kreativ mein eigenes Wissen, auch das unbewusste. Die Methode heisst KaWa, und das Ergebnis kam schnell und leicht:

awa HartnäckigkeitHartnäckigkeit, das ist zuvörderst eine Haltung, mit der man der Welt begegnet. Hartnäckigkeit bedeutet, die Dinge anzugehen, oft auch anzupacken. Und dabei einen eigenen Rhythmus zu finden, denn ohne Regelmäßigkeit keine Hartnäckigkeit. Es geht ums Tun, ums Nicht Aufgeben. Hartnäckigkeit hilft, sich eine neue Domäne zu erschließen. Der Hartnäckigkeit selbst hilft es, to ‘cope with difficulties’, dass man mit Schwierigkeiten umzugehen weiß. Hartnäckigkeit zwingt oft zu kleineren Schritten wie auch dazu, zu insistieren, zu beharren. Dennoch, Hartnäckigkeit ist kein Selbstzweck, ohne Glauben an ein höheres Ziel wird es nicht gehen. Dann gelingt es uns jedoch, die Situationen mit Kreativität für uns kompatibel zu gestalten und den Erfolg schlussendlich zu erreichen. Wenn wir zurückblicken, mussten wir oft den inneren Schweinehund überwinden. Als Kompensation dafür konnten wir umsetzen, was ursprünglich mal ein Traum war.

All diese Begriffe bzw. ihre Inhalte begegnen mir auch in der Capoeira. Mich hat der Workshop sehr gefordert und gefördert in einer Tugend, die mir privat wie beruflich durchs globalisierte Leben hilft, in Hartnäckigkeit. Wie trainieren Sie Hartnäckigkeit?


Mehr über Global Skills, Kreativmethoden und modernes Lernen hier bei CL!C. Stay tuned.

Images unter der Schere

Mein Globaler Alltag 3 – Kolumne
schere 10

Letzte Woche war er mal wieder fällig, der Friseurbesuch. Doch Daryaa, die meine Haare schon lange kennt und aus dem Iran stammt, hatte frei. Stattdessen nahm Lena sich meiner neuen Frisur an. Mit sicherem Schnitt machte sie sich ans Werk. „Ihre Haare haben Charakter“, sagte sie freudestrahlend. Eine Metapher, die mich nachfragen ließ. Ja, im Russischen sage man das – für Haare, die sich gut schneiden ließen. Leider gab es keine Gelegenheit, den Unterschied zum Deutschen, wo wir damit eher Eigenwilliges, schwer zu Frisierendes bezeichnen würden, zu vertiefen.
Denn jetzt sprudelte es aus ihr heraus. Eigentlich komme sie aus der Ukraine, „wenn die in die EU kommen, das wird ein Desaster!“ seit fünf Jahren lebe sie hier in Deutschland. Sie und ihr Mann arbeiteten hart, um sich mit den beiden Kindern einmal jährlich den Urlaub in der Ukraine leisten zu können. Weil sie dort im Restaurant essen gehen, gelten sie als reich. Wie überhaupt die Ukrainer glaubten, in Deutschland läge das Geld auf der Strasse. „Deshalb werden sie alle kommen, um es hier einzusammeln“.
Für mich ein interessanter Pespektivwechsel angesichts der Mediendebatten zwischen Sanktionen gegen Russland und dem Selbstbestimmungsrecht der Ukrainer. Und ein weiterer Einblick in die Welt der Stereotypen und ihrer Anziehungskraft.
Denn auch in anderen Kontinenten denkt man, hier „wachse das Geld auf den Bäumen“ (Afrika) oder „Deutschlands Straßen seien mit Gold gepflastert“ (Lateinamerika) .. Zeit, neue Fremdbilder zu etablieren.

Petra Sorge dos Santos

Mehr über Selbst- und Fremdbilder sowie den Umgang mit Diversity hier bei CL!C, stay tuned.

Think Global!

Amongst Best Practices for a Resilient Life

It’s no longer an issue reserved for professionals – be it UN administrators, international sales experts or interculturalists. Think Global will improve everybody’s life. Why?

LuftlinienWe don’t live in a town with others. We don’t live in a city with others. We don’t even live in a country with others. We live in a WORLD with others. Don’t just settle for getting to know your neighbors. Get to know your global community of others that share this planet we call Earth. See how they live, how they celebrate, how they still smile in the face of the direst circumstances you will ever be humbled by.

Our history individually is rich, but how much greater is our history collectively?
Diversity makes us happy. Get out there and find out.

Looking for more ways to live a resilient life? Here